Wir wünschen Euch eine schöne Adventszeit

„Pfote aufs Herz“ wünscht Euch allen noch eine schöne restliche Adventszeit. Macht es Euch gemütlich – nicht nur mit Keksen und Kuchen, auch mit Euren Vierbeinern. Vielleicht wohnen ja auch bei Euch solche Plüschlöwen wie hier bei uns. Apropos Keks und Gemütlichkeit, wir können so oder so und nicht nur in der Adventszeit auf den Keks zurückkommen, denn der eine unserer Plüschlöwen trägt den Spitznamen Keks. Gekommen ist er dazu, weil er uns als noch kleiner Kater oft penetrant auf den Keks ging 😉 Was hat er doch alles für Unsinn angestellt.

Inzwischen ist er zwar etwas ruhiger geworden, aber der Schalk sitzt ihm nach wie vor im Nacken. Doch wir wissen, er meint es nur gut mit uns und möchte zu unserer Unterhaltung beitragen. Es wäre auch furchtbar, wenn seinem Personal einmal langweilig werden würde. Obwohl … mit Katzen als Mitbewohnern, denen man noch dazu jeden Wunsch von den Augen ablesen muss, ist es nahezu unmöglich, der Langeweile zu verfallen.

Keks und seine Schwester Torty, die beiden derzeitigen plüschigen Unterhaltungskünstler im Hause „Pfote aufs Herz“, wünschen Euch ein gute Zeit. Lasst sie Euch bis zu den Feiertagen nicht lang werden.

Und noch ein Tipp von den beiden, solltet Ihr noch ein Weihnachtsgeschenk für Eure katzenverrückten Lieben suchen oder Euch gar selbst die Zeit bis zum Heiligabend mit einem guten Buch vertreiben wollen, dann greift zu „Pfote aufs Herz : ohne Katze geht hier nichts“.

Wir garantieren gute Unterhaltung, denn einer der Vorgänger von Torty und Keks, Kater Pooky, um den es in dem Buch geht, hielt uns, seine menschliche Familie, sein Leben lang mit seinen Streichen in Atem und er machte uns letztendlich sogar süchtig nach diesen verrückten plüschigen Vierbeinern. Nach ihm zogen immer wieder solche samtpfotigen Wesen bei uns ein.

Mit Torty und Keks wohnt bereits die dritte Katzengeneration bei uns. Von den beiden wird es hier nun auch ab und zu etwas zu lesen geben. Vielleicht wird aus ihren Erlebnissen mit uns oder unseren mit ihnen irgendwann auch ein Buch. Erlebt haben wir so einiges miteinander. Es muss „nur“ noch aufgeschrieben werden.

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Weihnachten mit Katze

Was kann schöner sein als ein Weihnachtsfest mit Katze? Okay, es muss ja nicht gleich das fröhliche Katzenleben pur sein. Vielleicht reicht für den Anfang auch ein Blick in das Familienleben anderer mit Katzen. Ich kann Euch ein Buch ans Herz legen, das sich sicher gut unter dem Weihnachtsbaum macht und noch dazu während der Feiertage für angenehme Unterhaltung sorgt. Und vielleicht zieht dann irgendwann auch bei Euch ein solch plüschiger Mitbewohner ein wie Kater Pooky 😽 Naja, oder Ihr seid für immer abgeschreckt. Wenn ja, dann war das Buch trotzdem zu etwas gut – es hat Euch vor dem gewarnt, was alles auf Euch zukommen kann, wenn Ihr Euch für ein Leben mit Katze entscheidet 😉😽

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Das Körbchen

Als Kater Pooky noch ein Teeny war, gab es auch meine Großmutter noch. Sie lebte nach wie vor auf dem Bauernhof, den ich als Kind so sehr geliebt habe. Das kleine Dorf ist nicht weit von unserem Nachbarland Polen entfernt. Ich verbrachte nun zwar nicht mehr meine Ferien bei meiner Oma, besucht haben wir sie aber auch später immer wieder einmal. Die Besuche verbanden wir gern mit einem Ausflug hinüber auf die polnische Seite zu einem der dortigen Flohmärkte. Bei einem solchen Einkaufsbummel kurz hinter der Grenze hatten wir wieder einmal allerlei eingekauft. Die Einkaufstaschen waren voll, das Portemonnaie so gut wie leer, und wir waren derweil auch schon ein bisschen pflastermüde. Es war Zeit für den Rückweg. Also auf zum Parkplatz zu unserem Auto. Außerdem wartete Oma sicher schon mit Kaffee und Kuchen auf uns.

Kurz vor dem Ausgang des Marktes blieb mein Blick aber noch einmal hängen – bei einem Händler, der allerlei geflochtene Sitzmöbel und diverse Korbwaren im Angebot hatte. Neben seinem Verkaufstisch stapelten sich Katzenkörbe in unterschiedlichsten Formen, Farben und Größen. Als wäre ich selbst eine Katze, schaute ich verliebt auf diese Ansammlung von Gemütlichkeit pur. Ich sah mich, nun ja … ich sah wohl doch eher Pooky, darin fein zusammengerollt liegen und selig schnurrend die neue Schlafstatt genießen.

Ich war bereits kurz davor, mein Geldtäschchen zu zücken und eins von diesen herrlichen Schlummerkörbchen zu erwerben, als ich mich fragte, ob Pooky wohl von diesen Schönheiten aus Korbgeflecht genauso entzückt sein würde, wie ich es gerade war. Bei diesem Kater konnte man nie ganz sicher sein. Würde er mein Geschenk überhaupt zu würdigen wissen? Katzen können manchmal nämlich sehr beleidigend sein. Und Pooky war Meister darin.

Doch eigentlich war es mir gerade ganz egal, was der Kater dazu sagen würde. Ich hatte mich in diese Körbchen auf Anhieb verliebt. Es war Liebe auf den ersten Blick. Ich musste einfach eins davon mitnehmen. Und dieses eine da schrie ganz besonders laut nach mir. Ich hörte es rufen ähnlich wie in dem Märchen Frau Holle: „Nimm mich mit, nimm mich mit, sonst versaure ich hier ungeliebt und ungenutzt!“

Der Ruf verfehlte seine Wirkung nicht. Schon hatte ich meinen Geldschein über den Verkaufstisch geschoben und das Körbchen glücklich an meine Brust gedrückt. Zufrieden mit mir und dem Kauf verließ auch ich endlich den Markt und machte mich zum Parkplatz auf den Weg.

Später wieder daheim präsentierte ich Pooky mein Mitbringsel, durchaus darauf vorbereitet, dass er mich und das Geschenk für ihn mit Nichtachtung strafen würde. Ich sah das Körbchen bereits mit Blumen bepflanzt auf unserer Terrasse stehen. Oder meine Wolle würde sich darin auch gut machen.

Doch dieses Mal überraschte mich unser Kater. Wahrscheinlich auch deshalb, weil ich bereits so schöne Alternativlösungen für das Körbchen vor Augen hatte. Vielleicht war es genau das. Ich sah das Körbchen als meins an und nicht wirklich als Geschenk für Pooky. Und was anderen gehörte, eignete sich unser Kater so selbstverständlich an, als wäre es schon immer sein alleiniges Eigentum gewesen.

Als ich das Weidenkörbchen nun daheim neben mich auf die Couch stellte, sprang Pooky sofort hinauf auf die Couch und beschnüffelte dieses hübsche neue Teil interessiert. Kurz darauf setzte er die eine Pfote hinein, dann die andere und schließlich auch noch die restlichen zwei. Dann rollte er sich darin so selbstverständlich zusammen, als hätte das Körbchen schon immer zu seinen Katzenmöbeln gehört. Wonniglich schnurrend tretelte er gegen das Korbgeflecht. Hätte ich mal zwei gekauft, dann hätte ich auch noch eins für meine Wolle oder für die Blumen auf der Terrasse gehabt.

Andererseits war es ja für Pooky gedacht. Und so betrachtet freute ich mich sehr darüber, dass er mein Geschenk angenommen hatte. Wie sich bald herausstellte, toppte es sogar auf Anhieb die von Pooky so überaus geliebten Obstkistchen. Damit hatte ich nun doch nicht gerechnet. Leider gibt es kein Bild mit Pooky in diesem Körbchen. Damals haben wir noch nicht digital fotografiert, entsprechend sparsam sind wir mit dem Filmmaterial umgegangen. Aber Bilder vom Körbchen an sich gibt es etliche – mit Pookys vierbeinigen Nachfolgern.

Dass Katzen Korbmöbel generell lieben, habe ich erst viel später erfahren. Aber das ist wieder eine andere Geschichte.

Inzwischen wurde das Körbchen bereits an die dritte Katzengeneration weitervererbt. An Beliebtheit hat es nie eingebüßt. Unserer Ende Februar verstorbenen alten Katzendame (linkes Bild) passte das Körbchen nahezu perfekt. Aber auch unser über 9-kg-Kater Bärchen (das Bild unten in der Mitte) wusste sich so ins Körbchen zu falten, dass es immer noch urgemütlich aussah. Die Geschwister Torty und Keks (rechtes Bild) passten als zwölf Wochen alte Katzenkinder sogar noch zu zweit in das alte Erbstück hinein.

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Wie auf den folgenden Bildern zu sehen ist, ist nun nur noch für einen der beiden Platz in dem guten Stück. Aber keine Panik – aus dem Nachlass unseres Nachbarkaters haben wir ein zweites Körbchen übernehmen dürfen. Es gleicht der Urmutter wie ein eineiiger Zwilling.

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Doch selbst wenn wir den Nachbarkater nicht beerbt hätten und Torty das so überaus beliebte alte Körbchen besetzt hielt, würde unser Kater Keks keine Körbchen-Not leiden. Er findet immer irgendwo eins, in das er irgendwie hineinpasst.

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Ein Teppich für den Kater

Stricken war vor einigen Jahren noch eine meiner Lieblingsbeschäftigungen. Inzwischen bin ich davon irgendwie abgekommen, obwohl ich immer noch jede Menge Wollvorräte gehortet habe. Damals habe ich nicht nur die Familie von Kopf bis Fuß bestrickt, auch Dekoratives für unser Zuhause gehörte zu meinen Strickkunstwerken. Ein Flickenteppich, eine Art Läufer, war eines meiner Lieblingsprojekte. Schon eine ganze Weile hatte ich nach einer Idee gesucht, wie ich eine schadhafte Stelle auf unserem sonst noch schönen Wohnzimmerteppich verdecken konnte.

In einer meiner Handarbeitszeitschriften sprang mir schließlich eine Idee entgegen. Ein wunderschöner Flickenteppich lächelte mich daraus an. Ich war sofort verliebt in ihn. Zusammengesetzt war er aus mehreren aus verschiedenen Paketbandsorten gestrickten Quadraten.

Natürlich machte ich mich eilends auf die Suche nach entsprechendem Material für meinen Teppich. Paketband gab es eher nicht in meinem Lieblingswolleladen. Doch in Schreibwarenläden wurde ich fündig.

Das Paketband von damals, wir sprechen hier von DDR-Zeiten, diente zum Zuschnüren von Paketen. Damals wurde geschnürt und nicht geklebt. Farb- und Materialbeispiele zeigen die ersten drei Bilder in der folgenden Diaschau. Ein Beispiel aus dem jetzigen Jahrhundert ist das darunter abgebildete Knäuel, das allerdings mehr ein Band aus dem Gärtnerbedarf ist. Es kommt der damaligen Paketschnur zumindest einigermaßen nahe. Es ist allerdings wesentlich fester und sicher nicht so gut zum Stricken geeignet wie das, das ich im vorigen Jahrhundert 🤭 verwendet habe.

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Wie erstaunt war ich damals, als ich auf die Suche nach entsprechender Paketschnur ging, wie viele unterschiedliche Sorten es davon gab. Das war mir bis dahin noch gar nicht aufgefallen. Fröhlich kaufte ich mich durch dickes und dünnes, meliertes und einfarbiges Band. Am Ende hatte ich eine hübsche Kollektion zusammen. Mein Strickmarathon konnte beginnen. Abend für Abend fertigte ich etwa 30×30 cm große Quadrate aus den unterschiedlichen Paketbandsorten. Da mein Teppich etwa so lang werden sollte wie der Schrank war, vor dem der Teppich später seinen Platz finden sollte, musste ich etliche Quadrate stricken. Nachdem das erste Quadrat fertig war, legte ich es probehalber vor dem Schrank aus. Daran würde ich sehen können, wie viele Quadrate ich noch stricken müsste. Mein Probestück könnte dort auch gleich liegenbleiben, bis alle Teile fertig sein würden. Es störte ja nicht. Im Gegenteil, es sah sogar ganz nett aus.

Unser Kater Schnups hatte sich kurz zuvor häuslich vor unserer Heizung niedergelassen, um sich von seinen anstrengenden Tagesgeschäften zu erholen. Kaum aber lag mein erstes Strickquadrat vor dem Schrank, hatte der Kater nichts Eiligeres zu tun, als hinüber zu dem Gestrickten zu gehen. Da lag etwas Neues. Neugierig wie er war, musste er das natürlich inspizieren. Er beschnupperte das Strickstück zunächst eine ganze Weile. Schließlich schien er es genehmigt zu haben. Seine Zustimmung besiegelte er damit, dass er sich mitten darauf niederließ, sich noch ein wenig zurechtrückte und sich anschließend auf die Größe des gestrickten Quadrates zusammenrollte. Zufrieden mit sich und seinem neuen Teppich schloss er entspannt die Augen und setzte seinen begonnenen Spätnachmittagsschlaf fort.

Kater Hannibal alias Schnups

Als ich am anderen Tag mein nächstes Quadrat fertig hatte und zur Probe an das erste legte, hatte Schnups nichts Eiligeres zu tun, als sich wieder auf das kleine, inzwischen um ein Quadrat gewachsene, Stück Teppich zu legen. Dieses Mal aber rollte er sich nicht wie am Abend zuvor auf dem einen Quadrat zusammen, er machte sich etwas länger. Er füllte die beiden aneinander liegenden Teile vollständig der Länge nach aus. Toll, was seine Menschenfrau ihm da geschenkt hatte.

Beim nächsten fertiggestellten Stück Flickenteppich machte sich Schnups noch länger. Ich staunte mächtig, wie lang dieser Kater doch war. Und von einem gestrickten Quadrat zum anderen wurde auch der Plüschlöwe darauf immer länger und schließlich sogar breiter. Er bemühte sich jeweils, die Teppichstücken so gut wie möglich auszufüllen.

Auf Claras Wunsch habe ich jetzt noch nach dem Teppich gefahndet und ihn tatsächlich unter den alten Handtüchern und Decken, die den Katzen auf Fensterbrettern & Co. mitunter noch als Unterlage dienen, gefunden. Der Kater, der darauf umherläuft, ist allerdings nicht Schnups. Das Double ist Keks, der aber durchaus eine gewisse Ähnlichkeit mit dem damaligen Teppichbesetzer Schnups hat. Keks wollte allerdings lieber unter den Teppich kriechen, als ich das gute Stück zu Fotozwecken auslegte. Der Teppich dürfte inzwischen mindestens 35 Jahre alt sein. Man sieht es ihm auch an, löchrig, wie er inzwischen ist. Aber auch Generationen später lieben ihn, wie man sieht, die Katzen immer noch. Wenn auch irgendwie anders 😉😁

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Aber zurück zu Schnups und dem Teppich. Wir warteten jedes Mal ganz gespannt, was passieren würde, wenn ich wieder ein neues Quadrat anlegen konnte. Es dauerte nie lange, bis Schnups auch das neue Teppichstück als sein ganz persönliches beschlagnahmte. Er muss fest der Meinung gewesen sein, dass ich den Teppich ganz allein für ihn angefertigt hatte. Auch als der Flickenteppich schließlich fertig zusammengenäht und an beiden kurzen Seiten mit Fransen verziert war, verlor er für den Kater nicht die Faszination. Im Gegenteil, der Paketbandteppich war und blieb vom ersten Tag an Schnupsens Lieblingsschlafplatz.

Der Kater von heute, Keks, liegt nicht drauf, er liegt lieber drunter 😻

Den kleinen Strickläufer hatten wir noch viele Jahre – sogar über den Kater hinaus. Später, als sich doch ein neuer Wohnzimmerteppich notwendig machte, verbrachte das gute Stück noch etliche Jahre in unserem Bad. Schnups weilte da schon lange nicht mehr unter uns. Doch der Teppich hat mich immer wieder an Schnups und seine seltsame Marotte im Zusammenhang mit diesem Flickenteppich erinnert.

Die Enthaarungskur

Unser Kater Pooky, der eine oder andere von Euch mag ihn inzwischen auch aus meinem Buch kennen, war ein ziemlicher Fusseltiger. Wegen seines langen Haarkleides hätte er eigentlich jeden Tag ordentlich gekämmt oder gebürstet werden müssen. Normalerweise war das die Aufgabe unserer Tochter, schließlich hatte sie uns den Plüschlöwen einst aufs Auge gedrückt. Infolgedessen „durfte“ sie sich seitdem auch um sein Rundumwohlbefinden kümmern. Im Großen und Ganzen tat sie das auch. Futter und Wasser standen ihm stets ausreichend zur Verfügung. Manchmal vernachlässigte sie allerdings die nervende tägliche Kämmerei. Pooky war nämlich während der Frisurpflege nicht gerade leicht zu händeln. Im Grunde genommen hätte man zwei Personen gebraucht, um den Kamm ordentlich durch seinen dichten flauschigen Pelz ziehen zu können. Der Kater war halt ein Kater und der Meinung, dass Jungs so etwas wie einen Kamm nicht nötig haben. Er entzog sich gern dieser allmorgendlichen Prozedur, wenn es sein musste, durchaus unter Anwendung seiner nicht gerade stumpfen Krallen.

Was sagt der Blick? – „Nicht schon wieder kämmen!“

So betrachtet hatte ich Verständnis dafür, dass unsere Tochter so manches Mal einfach diese für beide Seiten unangenehmen Kämmorgien ausfallen ließ. Entsprechend hatte sich bald ein Problem aus vielen kleineren Problemen aufsummiert. An etlichen Stellen in Pookys Pelz bildeten sich kleine Knoten. Als Freigänger ließ es sich nicht verhindern, dass dem Plüschlöwen ab und zu irgendwelche Samenkapseln, Blüten oder Blätterreste im Fell hängenblieben. Und bei den langen Haaren war es für unseren Pelzträger gar nicht so einfach, all die Knötchen per reiner Katzenwäsche zu entwirren oder gar ganz zu entfernen. Irgendwann wurden die kleinen Knoten zu dicken Verfilzungen, wenn, ja wenn man nichts dagegen unternahm. Solche Verfilzungen wiederum können zu Hautreizungen oder gar Entzündungen führen. Sie tun letztendlich auch unangenehm weh.

Sollte der Kater nicht am Ende als ein einziges Filzknäuel umherlaufen, musste irgendwann nicht nur der Kamm her, nicht selten war die Schere notwendig geworden. Pooky musste stellenweise regelrecht geschoren werden. Dazu waren dann schon zwei hartgesottene Schafscherer vonnöten. Einer musste den Löwen gut festhalten, noch dazu so, dass er den eigentlichen Scherer weder beißen noch kratzen konnte. Das Halten allein war schon eine echte Herausforderung. Die Scheraktion will ich gar nicht weiter beschreiben. Irgendwie haben wir sie immer mehr oder weniger entnervt, zerkratzt und durchgeschwitzt gemeistert. Jedes Mal wieder danach haben wir uns vorgenommen, das regelmäßige Kämmen zur Pflichtaufgabe werden zu lassen. Aber wie es so ist mit ungeliebten Pflichten, man verschiebt sie gern auf den nächsten oder übernächsten Tag. In der nächsten Woche reicht es eigentlich auch noch. Und schon standen wir wieder vor dem gleichen Problem.

Irgendwie war der Kater ja auch selbst Schuld an dieser ganzen Misere. Er hätte sich auch ruhig mal aufdrängeln und uns maunzen können, dass er bitte gekämmt werden möchte, damit er ganz besonders schick für die Mädels dort draußen vor der Tür daherkommen würde. Aber nix da, die Mädels schienen ihn gar nicht mehr so vordergründig zu interessieren. Wir hatten ja selbst in dieser Beziehung durch die Tierärztin ein wenig Abhilfe schaffen lassen. Kein Wunder also, dass der Katerich seitdem auch weniger an seinem Äußeren interessiert war. Ihm war egal, wie der Anzug saß. Andererseits war ihm die Kämmerei wohl auch unangenehm. Die anderen Jungs, in der Regel solche mit einem Kurzhaarschnitt, kämmten sich kurz mit der rauen Zunge durch den Haarpelz und schon saß die Frisur. Da war es doch eher peinlich, wenn Pooky wie Prinz Charming mit locker wallender Haarpracht daherkommen würde. Dann lieber verwuschelt und mit Knötchen hier und da. So sah er wenigstens wie ein kerniger Kater aus.

Wir hatten also einen ewigen Kampf auszustehen – mit dem Kater und mit unserem eigenen inneren Schweinehund. Zur Ehrenrettung unserer Tochter muss ich gestehen, dass auch ich nicht gerade begeistert an Pooky herumkämmte. Man lief immer Gefahr, im nächsten Augenblick eine seiner Krallen zu spüren. Kurz und zackig fuhr er beim kleinsten Zieps die Pfote samt Krallen aus und schon hatte man einen neuen schmerzhaften Schmiss in der Haut.

Als unsere Tochter in eine eigene Wohnung gezogen war, ging dieser Friseurjob ganz auf mich über. Pooky war nämlich bei uns geblieben und mit ihm die allmorgendliche Fellpflege. Aber Not macht erfinderisch. Bald hatte ich eine Methode gefunden, um diese strapaziösen Minuten des Tages einigermaßen schnell und unfallfrei über die Bühne zu bringen. Ich hockte mich auf den Teppich, klemmte mir den Kater so zwischen die Beine, dass er weder fort, noch mich kratzen konnte. Notgedrungen ließ er sich diese Prozedur gefallen. Von da an blieb Pooky selten einmal einen Tag ganz ungekämmt. Auch großartige Scheraktionen waren kaum noch nötig. Das konsequente Kämmen hatte sich ausgezahlt. Doch nach dem Kampf mit dem Kamm sauste der Arme immer in großen Sprüngen davon, wahrscheinlich froh darüber, diesem Akt der Gewalt endlich entkommen zu sein.

Eines schönen Tages war ich beim Staubsaugen unter anderem in unserem Wohnzimmer angekommen. Pooky lag auf einem der Sessel und ließ sich durch meine Saugerei nicht von seinem Vormittagsschlaf abhalten. Neben dem Teppich wollte ich aber auch gern Sessel und Couch absaugen. Um den Kater von seinem Schlafplatz zu vertreiben, damit ich auch den von den Fusseln unseres Plüschlöwen befreien konnte, hielt ich spaßeshalber die Staubsaugerbürste vorsichtig über Pookys Pelz. Ich nahm an, er würde empört hochfahren und fortsprinten. Doch nichts dergleichen geschah. Der Kater blieb ganz entspannt liegen und rührte sich auch nicht von der Stelle, als ich ihn regelrecht mit laufendem Staubsauer abbürstete. Die Fusselabsaugaktion schien ihm richtig zu gefallen. Er drehte und wendete sich sogar, damit ich auch den Bauch noch ordnungsgemäß entfusseln konnte. Von da an durfte ich Pooky öfter absaugen und so die losen Haare auf dem kürzesten Weg entfernen. Was hätte ich darum gegeben, wenn sich mit der Staubsaugermethode nicht nur die losen Haare, sondern auch sämtliche kleinen und größeren Verfilzungen hätten entfernen lassen. Die tägliche Kämmsession konnten wir leider trotz der Staubsaugermassage nicht unter den Tisch fallen lassen. Echt schade!

Wieder einmal hatte ich Neues über unseren Kater gelernt, und das, obwohl wir uns schon so viele Jahre ein Heim teilten. Man lernt doch sogar in engstem Zusammenleben immer noch Überraschendes über seine Mitbewohner dazu. Alles hatte ich für möglich gehalten, aber nicht das. Pooky mit dem Kamm zu kämmen, war und blieb immer stressig für beide Seiten. Aber absaugen durfte ich ihn seit diesem Tag immer wieder gern. Diese Art von Bürstenmassage schien der Bursche regelrecht zu genießen. Aber auch mir gefiel das neue Spiel. Pooky und ich hatten mit der Saugaktion einen neuen Spaß für uns entdeckt.

Katzen bleiben uns wohl immer irgendwie, auch wenn wir sie bestens zu kennen glauben, ein Mysterium. Pooky steckte zeit seines Lebens voller Überraschungen. Diese war eine von vielen anderen.

Die Floh-Invasion

Eines schönen Tages war das Mehrfamilienhaus, in dem wir damals – in den achtziger Jahren des vorigen Jahrhunderts – wohnten (die Bilder unten sind wesentlich später entstanden), mit einer Schönheitskur dran.

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Zu diesem Zweck wurde unser Haus am Meer rundum mit Gerüsten versehen. Es sollte nicht nur geputzt und gemalert werden. Das Haus sollte einer Generalsanierung unterzogen werden. Dazu gehörte auch, dass Fensterläden ausgebessert bzw. erneuert wurden, Balkone und sogar das Dach sollten wieder mit neuem Schick daherkommen.

Wir waren wochenlang von einer ständigen Geräuschkulisse umgeben. Es wurde geputzt, geklopft, gesägt, gebohrt und gehämmert. Selten einmal im Leben waren wir so froh wie zu diesem Zeitpunkt, dass wir berufstätig waren und tagsüber diesem allgegenwärtigen Lärm und Staub entfliehen konnten. Selbst unsere Kinder waren glücklich darüber, dass sie in die Schule gehen durften.

Rund um das Haus sah es alles andere als sauber und ordentlich aus. Die Bauarbeiter verteilten all den anfallenden Bauschutt rund ums Haus. Auch unter dem Dach wurde kräftig gebaut und geräumt. Bei der Gelegenheit bekamen wir erstmals mit, wo die Fledermäuse, die abends oft unser Haus umflogen, ihr Quartier hatten. Sie wohnten auf einem ungenutzten Teil des Dachbodens. Entsprechend muss es dort oben wohl ausgesehen haben. Wir fanden eines Tages in einem der Schuttberge am Haus sogar eine mumifizierte Fledermaus. Unsere Töchter waren ganz begeistert von dem Fund und berichteten ihrer Lehrerin davon. Die nun wiederum fragte, ob sie die Fledermaus nicht als Anschauungsobjekt mit in die Schule bringen könnten. So trug unser Fledermausfund sogar dazu bei, den Biologieunterricht ein wenig zu bereichern. Wann sah man schon mal eine Fledermaus, noch dazu so nah? Und sie war wirklich gut erhalten. Wahrscheinlich hatte sie, an einem der Dachbalken hängend, ihr Leben ausgehaucht. Gut durchlüftet, wie Dachböden oft sind, wurde sie in diesem Zustand perfekt mumifiziert. Eine Haussanierung kann also in Teilen auch spannend sein und allerlei Interessantes zum Vorschein bringen.

Wenn wir nun gedacht hatten, dass wir nach Feierabend daheim Ruhe vor dem Baulärm haben würden, dann war das, zumindest bis es Zeit zum Schlafengehen war, der Fall. Danach aber rumpelte und pumpelte es die ganze Nacht durch, als hätten die Bauarbeiter eine Nachtschicht eingelegt. Zwar hämmerte und sägte es nicht, es klang eher so, als würden sie auf dem Baugerüst Fangen spielen. Doch nicht die Bauarbeiter spielten in der Nacht Fangen, Katzen tobten über die klappernden Bretter des Gerüsts rund ums Haus. Möglicherweise war auch noch eine Marderfamilie an diesem Polterwettbewerb beteiligt. Eines Abends hatten mein Mann und ich, als wir den Fledermäusen zuschauten, die unser Haus umflatterten, einem Mader ins Angesicht geblickt. Der schaute unter einer der Dachpfannen unseres Hauses hervor und zu uns hinunter. Es mögen also vielerlei Poltergeister, die uns den Nachtschlaf raubten, auf dem Gerüst unterwegs gewesen sein. Sie alle hatten aber wohl viel Spaß bei diesem Fange-Spiel. Sie müssen sich wie auf einem Abenteuerspielplatz vorgekommen sein. Wahrscheinlich haben sie alle Ecken und Winkel und sogar den Dachboden erkundet. Und genau dort oben, wo die Fledermäuse lange Jahre unbehelligt gewohnt hatten, muss auch unser Kater Hannibal alias Schnups (vielleicht kennt Ihr ihn aus meinem Buch) die geheimen Winkel des Hauses inspiziert haben. Dabei muss er auf noch andere Mitbewohner des Hauses gestoßen sein, auf solche, denen nun wiederum die Fledermäuse fehlten. Letztere nämlich waren durch die Baumaßnahmen aufgeschreckt worden und hatten ihre Unterkunft vorerst verlassen. Ausgehungert, wie sie inzwischen waren, kamen diesen Untermietern Katzen & Co. gerade recht. Kurzentschlossen zogen sie auf die pelzigen Vierbeiner um.

Da unser Kater Schnups nur ein Teilzeithauskater war, dauerte es eine Weile, bis wir bemerkten, dass er nicht mehr ganz allein durch den Tag sprang. Eines Tages war ich wieder einmal in unserem Wohnzimmer mit dem Staubsauger unterwegs. Ich hatte dabei meine schicke beige Lieblingsjeans an. Während ich den Staubsauger durchs Zimmer schwenkte, beobachtete ich, dass auf meiner hellen Hose jede Menge kleiner schwarzer Punkte zu sehen waren. Mal waren es mehr, dann wieder weniger. Was waren das für seltsame Schmutzflocken? Als ich sie mit der Hand abputzen wollte, bemerkte ich, dass die Punkte ganz von allein fortsprangen. Ich dachte, ich traue meinen Augen nicht. Das war gar kein Schmutz, es handelte sich bei den Punkten um Flöhe. Wo kamen die so plötzlich her und noch dazu in solchen Mengen? Und dann stieg ganz langsam ein Verdacht in mir hoch. Schnups war gerade in die Küche gegangen, um sich seinen Bauch vollzuschlagen. Als er wieder ins Zimmer kam, griff ich ihn und schaute ihn mir etwas genauer an. Ich hatte richtig getippt, der Kater saß voll mit Flöhen. Noch nie zuvor hatte ich so viele von diesen Biestern gesehen. Erschrocken ließ ich vom Kater ab. Doch mit diesen zahllosen Plagegeistern im Pelz konnte ich den armen Kerl nicht weiter herumlaufen lassen. Zum Glück hatte ich ein Spray gegen solche und ähnliche unliebsamen Hausgäste im Schrank. Ich besprühte nach und nach alle Räume damit, in der Hoffnung, dieser Floh-Invasion irgendwie Herr werden zu können. Falls nicht, müssten wir wohl einen Kammerjäger beauftragen, um uns von dem Übel zu befreien. Den Kater behandelte ich mit einem Flohmittel für Katzen und entließ ihn wieder nach draußen. Noch weitere Male wiederholte ich im Wochenabstand die Entflohungsaktion im Haus und am Plüschlöwen. Danach hatten wir tatsächlich Ruhe.

Eine solche Floh-Invasion hatten wir nie zuvor erlebt. Auch danach habe ich nie wieder so viele Flöhe auf einmal gesehen. Im Nachhinein wundere ich mich immer noch darüber, dass wir davon nicht schon viel eher etwas bemerkt hatten. Es sprang und hopste ja nur so in unserem Wohnzimmer. Aber vielleicht mochten die Plagegeister unseren Schnups einfach lieber.
Sicher, manchmal brachte auch eine unserer späteren Katzen einen Floh mit nach Hause. Doch das waren Einzelfälle, die wir in der Regel schnell wieder loswurden, wenn wir die Katzen und ihre Liegeplätze konsequent behandelten.

Wahrscheinlich hatten wir diese enorme Floh-Invasion wirklich den Baumaßnahmen und den unter dem Dach wohnenden Fledermäusen zu verdanken. Trotzdem war es auch später, als unser Haus wieder wie neu aussah und die Fledermäuse in ihr ehemaliges Quartier zurückgezogen waren, immer wieder schön, abends, wenn wir noch bis in die Dämmerung hinein draußen im Garten saßen, den um unser Haus flatternden Fledermäusen zuzuschauen. Wenn unsere Katzen nicht unters Dach kamen, würden sie auch von dort oben keine Flöhe mitbringen können. Wir konnten also den flatternden Jägern ganz entspannt zuschauen. Doch wenn ich heute Fledermäuse sehe, fällt mir gleich wieder diese Floh-Invasion von damals ein.

Später habe ich mich so manches Mal noch gefragt, ob die Bauarbeiter nicht auch reichlich Flöhe zu sich nach Hause getragen haben.

Der Bratwurstverweigerer

Die eine oder andere Geschichte mit und um unseren Kater Pooky ist nicht in mein Buch eingeflossen. Einiges ist mir erst wieder eingefallen, als „Pfote aufs Herz“ eigentlich schon fertig war. Und da ich das Buch endlich einmal abschließen wollte, blieb so manches Erlebnis außen vor. Ich möchte diese Geschichten aber trotzdem erzählen. Warum also nicht hier?

Im Jahre 1997 mussten wir unser langjähriges Zuhause, das uns nur wenige Meter vom Ostseestrand getrennt hatte, verlassen. Die Wende 1989 hatte unsere Familie zwar recht gut überstanden, sie hatte uns sogar eine Traumwohnung am Meer beschert. Doch acht Jahre später war dieser Traum ausgeträumt. Wir mussten uns wegen Verkauf des Hauses, in dem wir damals wohnten, und wegen der sich daran anschließenden Eigenbedarfskündigung ein neues Zuhause suchen. Ende 1997 schnürten wir schließlich unser Ränzlein und zogen um. Wir wohnten nun zwar noch immer nicht weit von der Ostsee entfernt, aber eben doch nicht so traumhaft nah wie zuvor. Meeresduft und Ostseesand waren nicht mehr ganz so allgegenwärtig wie in den Jahren zuvor. Nur wenn der Wind kräftig aus dem Norden bläst, dann ist manchmal auch in unserem jetzigen Zuhause ein zarter Meeresduft wahrzunehmen.

Unser Kater Pooky hatte im Sommer nach unserem Umzug sein neues Revier voll in Besitz genommen. Auch die Nachbarn rund um uns herum wussten inzwischen, wo dieser neue Plüschlöwe hingehörte.

Ein Sommer, ohne ab und zu den Holzkohlegrill anzuschmeißen, ist natürlich kein Sommer. So wurde auch in unserem neuen Wohngebiet fleißig gegrillt. Pookys Nase lockte ihn natürlich auch gern an solche verführerisch nach Fleisch duftenden Orte. Man könnte doch mal schauen, ob dort nicht etwas für den sich so leer anfühlenden Katermagen abzustauben wäre.

Sicher mit der Absicht, sich ein leckeres Stückchen Fleisch zu ergaunern, hatte sich Pooky bei unserem grillenden Gegenüber eingefunden. Hungrige Kateraugen erweichen einfach jedes Menschenherz, so muss der Schlingel wohl gedacht haben. Und so schlich er wie die Katze um den heißen Brei um den Garten des grillenden Nachbarn. Irgendwann wurde die fröhliche Grillrunde auch auf den armen hungrigen Pelzträger aufmerksam. Das Fleisch hatten die Menschen schon längst verzehrt, doch etwas Bratwurst war noch übrig. Der Kater würde sich bestimmt mit Wonne auf die Köstlichkeit stürzen. Der Herr des Hauses schnitt die Wurst sogar noch in mundgerechte Stücke und kredenzte sie voller Stolz dem Katertier. Doch der edle Wurstspender wurde knallhart enttäuscht. Pooky schnupperte nur kurz an der Bratwurst, drehte sich um und ging erhobenen Hauptes und Schwanzes davon. Welche Beleidigung, ihm eine simple Bratwurst anzubieten! Ihre ekligen Reste konnten sie selber essen.

Am anderen Tag hielt ich einen kurzen Plausch mit unserem Nachbarn von gegenüber. Dabei erzählte er mir, dass unser Kater ihre superleckere Bratwurst, die sie ihm frisch vom Grill angeboten hätten, einfach ignoriert hätte. Ich konnte nicht anders und musste loslachen. Der Nachbar schaute mich etwas konsterniert an. Immer noch lachend erklärte ich ihm, dass unser Kater einfach keine Bratwurst mögen würde. Und er hatte gedacht, er würde Pooky etwas ganz besonders Gutes tun. Tja, falsch gedacht. Da hatte er die Rechnung ohne unseren Kater gemacht.

Ich hatte mir gut vorstellen können, wie enttäuscht die Nachbarn unserem überheblich davonschreitenden Kater hinterhergeschaut hatten. Pooky eine Bratwurst anzubieten, das glich nahezu einer Beleidigung. Bratwurst mochte er noch nie. Unter einem ordentlichen Stückchen Fleisch machte er es nicht. Bratwurst schien in seinen Augen niedrigste Qualität zu sein. Und dann noch eine Bratwurst, die niemand mehr gewollt hatte. So etwas brauchte ihm keiner anzubieten, schließlich war er kein Resteverwerter. Edles Grillfleisch wollte er serviert bekommen. Gegrillter Fisch würde natürlich auch gehen. Aber darunter machte es Pooky nicht. Und wenn er uns etwas vom Tisch stahl, was er immer wieder mal machte, wenn wir nicht aufpassten, dann waren es immer eher edle Fleischstückchen. An Bratwurst hatte er sich noch nie vergriffen.

Ja, Katzen können manchmal sooooo beleidigend sein. Man denkt, man tut ihnen jetzt einmal etwas richtig Gutes. Was machen sie? Sie schauen es nicht einmal an. Sie drehen sich einfach um und stolzieren erhobenen Hauptes davon. Man bekommt meistens noch ein richtig schlechtes Gewissen, weil man dem armen Tier so etwas Minderwertiges angeboten hat. Aber ich glaube, genau das wollen sie letztendlich auch erreichen. Sie testen damit unsere Unterwürfigkeit. Das nächste Mal steht dann ein Gourmetteller vor der pelzigen Herrschaft 😉

Das unfreiwillige Bad

Manchmal bekommt man alles zurück, was man irgendwann einmal jemandem mehr oder weniger aufgezwungen hat. Ich hatte in den beiden Beiträgen zu Kater Mohrle hier im Blog, „Auch bei mir kam ein Kätzchen aus dem Regen“ und „Vom Regen in die Traufe?„, erzählt, dass ich mir als Kind nichts sehnlicher als ein eigenes Kätzchen gewünscht hatte und wie ich schließlich sogar zu ihm kam. Sicher spielte mir letztendlich auch der Zufall eines Tages ein Kätzchen regelrecht in die Hand. Andererseits hat der Wunsch nach einem solchen plüschigen Mitbewohner wohl auch mein damaliges Handeln bestimmt. Obwohl ich wusste, dass das Thema Kätzchen zuhause ein Tabuthema war, habe ich, ob nun bewusst oder unbewusst, meinen Eltern letztendlich doch dieses winzige flauschige Findelkind aufs Auge gedrückt, das mich dann auch einige Jahre durch meine Kindheit begleitete.

Viele Jahre später tat es eine meiner Töchter mir gleich. Sie nötigte nun mir ein Katzenkind auf. In meinem Buch „Pfote aufs Herz“ habe ich erzählt, wie ich Stück für Stück weichgeklopft wurde. Aber irgendwo im Hinterkopf hatte ich auch Verständnis für den Wunsch nach einem solch kleinen Plüschlöwen. Ging es mir doch als Kind nicht anders als meinen eigenen Kindern später. Ich selbst war mit meinem Kater Mohrle schließlich richtig glücklich. Wir haben viel Lustiges miteinander erlebt, manchmal allerdings auch Aufregendes. Letztendlich habe ich wohl auch genau deshalb nachgegeben und Kater Pooky, den Haupthelden aus meinem Buch, in unsere Familie aufgenommen. Ich konnte mich plötzlich wieder mehr als deutlich daran erinnern, wie sehr ich mir als Kind eine Katze gewünscht hatte und wie glücklich ich war, als dieser Wunsch endlich Wirklichkeit geworden war. Und so trat Pooky nach einigem Hin und Her schließlich in unser Leben. Damit hatte ich genau das zurück, was ich einst meinen Eltern aufs Auge gedrückt hatte. Dieses Mal hieß es Pooky, damals war es Mohrle.

Und zu Letzterem, zu Kater Mohrle, gehen wir jetzt noch einmal zurück und mit ihm in meine Kindheit …

Nachdem der kleine Plüschlöwe aus seiner Kartoffelkiste im Keller zu uns hoch in die Wohnung gezogen war, musste er zwar erst einmal mit unserem Bad als neue Unterkunft zufrieden sein, doch nach und nach vergrößerte er fast unmerklich seinen Aktionsradius. Zunächst wanderte sein Futterteller in die Küche und schließlich erkämpfte er sich sogar den einen oder anderen Liegeplatz im Heiligtum meiner Eltern – in unserem Wohnzimmer. Nachts musste Mohrle allerdings immer wieder zurück ins Bad. Dort hatte er auf dem Fensterbrett seinen Schlaf- und Ruheplatz. Er liebte diesen Platz sehr, konnte er doch von dort aus auch beobachten, was in der weiten Welt draußen vor dem Fenster alles passierte. Das Fenster war etwas höher gelegen – etwa 1,50 m oder sogar noch etwas höher über dem Boden. Wenn man ins Badezimmer hereinkam, befand sich gleich links ein Kohlebadeofen, der mit Kohle befeuert werden musste, wenn man ein warmes Bad nehmen wollte. An den Ofen schloss sich die Badewanne der Länge nach an, dahinter wiederum stand das Toilettenbecken. Links vom Toilettenbecken befand sich in besagter Höhe das kleine Badfenster. Gewöhnlich sprang Mohrle, wenn er auf sein Fensterbrett wollte, zunächst auf den Badewannenrand, geschickt balancierte er auf dem Wannenrand vor bis zum Toilettenbecken und von dort aus sprang er hoch aufs Fensterbrett.

Eines Tages war wieder einmal Badezeit für mich. Der Badeofen war angeheizt, das Wasser inzwischen angenehm warm geworden. Ich stöpselte die Badewanne zu, tat etwas vom Badeschaum in die Wanne, öffnete den Wasserhahn und ließ mir Badewasser ein. Während das Wasser lief, prüfte ich immer mal wieder die Wassertemperatur. Bald hatte das Wasser die richtige Temperatur erreicht. Ich wollte mich gerade für das Bad fertigmachen, als es laut vor der Badtür maunzte. Ausgerechnet jetzt musste der Kater wohl auf sein Kloschüsselchen. Mir blieb also nichts anderes übrig, als ihm die Tür zu öffnen, wenn ich nicht wollte, dass er sich gezwungenermaßen für sein Geschäftchen ein anderes Örtchen in der Wohnung suchen würde. Damit wäre Ärger vorprogrammiert. Und darauf war ich nun absolut nicht aus, schließlich wollte ich Mohrle behalten und ihn nicht wegen einer solchen Sache am Ende doch noch abgeben müssen.

Ich öffnete dem Kater also die Tür. Der rannte aber nicht schnurstracks zu seinem Trockenklo, sondern er sprang auf den Rand der Badewanne und balancierte darauf entlang. Scheinbar hatte gar nicht die Katerblase gedrückt, er wollte nur einfach auf das Fensterbrett, um nach draußen zu schauen. Vielleicht wollte er mir auch einfach nur Gesellschaft leisten. Bis zur Mitte der Wanne war er bereits gekommen, als der Meister der Balance plötzlich ins Straucheln geriet. Der Wannenrand musste ein wenig vom Wasser, das ich mir zum Baden eingelassen hatte, nass und rutschig geworden sein. Jedenfalls rutschte Mohrle mit einem lauten Plumps ins Wasser. Starr vor Entsetzen blickte ich auf den Kater, der gerade völlig in meinem herrlichen Schaumbad untergetaucht war. Oh Gott, er würde doch wohl nicht ertrinken? Dass Katzen gute Schwimmer sind, war mir in dem Moment wohl nicht so richtig bewusst. Vielleicht wusste ich es auch gar nicht. Auch fiel mir gerade nicht ein, dass ich selbst seine Rettung sein könnte. Ich weiß nur noch, dass ich mächtig Angst um meinen Kater hatte. Doch der war nur kurz untergetaucht, dann schoss er wie von einem Katapult abgeschossen in einem Riesensatz aus der Wanne und landete dicht neben mir auf dem Fußboden. Nicht nur der Kater war klatschnass, auch der Fußboden, die gegenüberliegende Wand und natürlich ich hatten ordentlich was vom vor Nässe triefenden Kater abbekommen. Dazu, meine Kleidung für das Bad abzulegen, war ich wegen der Störaktion des Katers noch gar nicht gekommen. Unverhofft sah ich nun so nass aus, als wäre ich gerade voll bekleidet zusammen mit dem Kater in die Wanne gefallen. Nun gut, meine Sachen konnte ich zum Trocknen aufhängen, doch der Kater ließ sich eher schlecht auf die Wäscheleine hängen. Bevor Mohrle noch durch die gesamte Wohnung patschen konnte, griff ich ihn und mein Handtuch und frottierte den armen Kerl ab. Wie dünn und winzig er plötzlich aussah – so nass wie er war. Er glich mehr einer nassen Ratte als meinem sonst so flauschig aussehenden Kater. Hoffentlich würde er sich nicht erkälten. Ich machte mir echt Sorgen um ihn. Doch dann kam mir eine Idee.

In unserem Wohnzimmer stand damals, um den Raum zu beheizen, ein Kachelofen. Es war Winter und der Ofen war natürlich entsprechend warm. Pooky saß im Winter, wenn der Ofen beheizt war, gern mal ganz oben auf dem Ofen. Er sprang dann jeweils von der Couch, die neben dem Kachelofen stand, hinauf und verschlief dort oben in angenehmer Wärme den Tag.
Nachdem ich die nasse „Ratte“ ordentlich trockengerubbelt hatte, nahm ich ich den Kater mit ins Wohnzimmer und warf ihn mit einem kühnen Schwung hinauf auf den Ofen. Dort oben würde er sicher besser trocknen als auf der schönsten Wäscheleine. Und tatsächlich blieb Mohrle auch auf dem Ofen liegen, bis er wieder rundum ganz trocken war.

Als er später frisch getrocknet durch die Wohnung spazierte, sah er richtig fluffig aus. Aus der dünnen Ratte war ein richtig hübscher Löwe geworden, noch dazu einer, der ganz herrlich nach meinem Schaumbad duftete. Auf dem Bild oben ist links am Rand ein Stückchen von dem Kachelofen, der so einen schicken Löwen aus Mohrle gemacht hatte, zu sehen. Der Kachelofen hatte noch andere schöne Seiten. Er hatte eine Ofenröhre auf halber Höhe, in der man im Winter so allerlei wunderbar warmhalten konnte. Und zu Weihnachten machte meine Mutter darin Bratäpfel. Wie herrlich es dann immer duftete. Aber an diesem Abend duftete es nicht nach Bratapfel, sondern nach einem flauschigen schaumgebadeten Kater.

Süßes für die Katz

Unser Teilzeitkater Hanniball bzw. Schnups, in meinem Buch begegnet er uns gleich zu Anfang, war zwar vorwiegend ein Draußenkater, doch in der kalten Jahreszeit war er gern auch etwas länger bei uns in der Wohnung. Wenn ich nachmittags von der Arbeit heimkam, saß er oft schon, sehnsüchtig auf mich wartend, auf dem Fensterbrett unseres Schlafzimmerfensters. Kaum hatte er mich gesehen, kam er angespurtet, um mich freudig zu begrüßen und mit mir ins Haus zu gehen. Im Hausflur hatte er es gewöhnlich besonders eilig, vor unsere Wohnungstür zu kommen. Der Hausflur ängstigte ihn immer irgendwie. Mitunter tauchte dort nämlich unversehens ein fremder Mensch auf. Dann geriet Schnups schnell mal in Panik und versuchte verzweifelt, sich hinter mir zu verstecken. In solchen Fällen musste ich immer ganz besonders schnell die Wohnungstür aufschließen, damit er sich in unserem Flur vor diesem fremden Menschen in Sicherheit bringen konnte. Andere Menschen waren und blieben für ihn immer unheimlich. Er hielt sich stets möglichst fern von ihnen. Wesentlich lieber als den Hausflur benutzte Schnups daher das Schlafzimmerfenster als Zugang zu unserer Wohnung. Oft aber hatte er es so eilig, zu seinem Futterteller in unserer Küche zu kommen, dass er dann doch todesmutig den Weg zusammen mit mir durch den Hausflur wählte. Das war besonders in der kalten Jahreszeit der Fall. Im Winter waren die Mäuse wohl eher rar und damit war das Jägerglück des Katers auch eher mäßig. Nur verständlich, dass ihn sein leerer Magen magisch zu seinem Futterteller in unserer Küche zog.

Gut gesättigt machte er anschließend gern ein Verdauungsschläfchen in unserem Wohnzimmer – ganz in Ruhe und in Sicherheit. Richtig entspannt schlafen konnte er, so glaube ich, nur in unserer Wohnung. Nur dort fiel alle Hektik von ihm ab. Manchmal bot er ein herrliches Bild, wenn er endlich völlig entspannt dalag mit in die Heizungsrippen gefalteten Pfoten, den Bauch dabei ganz dicht an die Wärmequelle geschoben. Nicht selten lag er fast mehr unter statt an der Heizung, um mit möglichst jedem Quadratzentimeter seines Körpers die wohlige Wärme zu tanken. In der Regel machte er sich erst nach unserem abendlichen Fernsehprogramm wieder auf den Weg nach draußen, um ausgeschlafen die Nacht bis zum frühen Morgen und bis zu seinem Frühstück bei uns im Freien zu verbringen.

So saß ich an einem kalten Winterabend gemütlich vor dem Fernseher, vor mir eine Tüte mit Studentenfutter und ließ mir die knackigen Nüsse schmecken. Kater Schnups schlief schon eine ganze Weile selig und entspannt mehr in als vor der Heizung. Plötzlich aber kam Leben in den eben noch tief und fest schlummernden Kater. Langsam drehte er den Kopf in meine Richtung und schaute mich aus schmalen Pelzschlitzen an. Interessiert schnüffelte er zu mir hinüber. Dann entknotete sich das Pelzbündel langsam aus den Heizungsrippen, erhob sich, reckte und streckte sich, gähnte einmal herzhaft und kam schließlich zu mir rüber. Dicht vor mir blieb er stehen, setzte sich auf sein pelziges Hinterteil und sagte: „Mau!“
Ich wandte mich vom Fernseher und vom Studentenfutter ab und schaute den Kater gespannt an: „Na, was ist? Möchtest Du heute etwa schon früher raus als sonst? Okay, dann komm, ich lass Dich schnell in den Garten!“

Doch als ich aufstand, zur Tür ging, um den Kater ins Schlafzimmer und von dort hinaus in den Garten zu lassen, folgte er mir nicht. Die Tüte mit dem Studentenfutter hatte ich auf der Couch liegengelassen. Scheinbar hatte genau die das Interesse des Katers geweckt. Er wollte also nicht vorzeitig zum abendlichen Reviergang aufbrechen, ihn interessierte vielmehr, was in der Tüte war.
Ich grinste den Kater an und fragte: „Du willst doch nicht etwa vom Studentenfutter kosten?“
Als ich die Tüte wieder in die Hand nahm, begann Schnups wohlig zu schnurren. Ob er tatsächlich vom Studentenfutter probieren wollte? Die Nüsse hatte ich derweil alle verspeist, nur Rosinen hatte ich noch jede Menge zu bieten. Die mag ich nämlich nur im Kuchen. Rosinen pur sind so gar nicht mein Fall. Mein Mann mag sie allerdings sehr gerne. Der schnurrende Kater wich mir nicht von der Seite. Immer wieder versuchte er, an der Tüte zu schnuppern. Ob er auch wie mein Mann Rosinen mochte?
Spaßeshalber sammelte ich eine Rosine aus der Tüte und hielt sie Schnups hin. Verblüfft schaute ich zu, wie der Kater das süße kleine Etwas förmlich hinunterschlang. Und schon verlangte er mehr davon. Das konnte doch nicht wahr sein. Der Kater fraß Rosinen. Sie schienen ihm sogar richtig gut zu schmecken. Von diesem Tag an, war er immer zur Stelle, wenn auch nur eine Studentenfuttertüte knisterte und verlangte nach Rosinen.

Irgendwann las ich dann aber mehr zufällig, dass Rosinen bei Hunden, aber durchaus auch bei Katzen, Schaden anrichten können. Sie stehen in dem Ruf, Durchfall und Erbrechen hervorzurufen oder sogar Schlimmeres. Also verhängte ich von da an ein Rosinenverbot für den Kater, auch wenn er die kleinen Früchte noch so sehr mochte und uns jedes Mal furchtbar vollschnurrte, wenn er irgendwo Rosinen erschnüffelte. Schließlich wollten wir Schnups mit diesem doch recht ungewöhnlichen Leckerli nicht am Ende doch noch irgendwelche gesundheitlichen Probleme bereiten. Ich hoffte sehr, dass das durch mein unbedachtes Handeln zuvor nicht schon geschehen war.

Aber seltsam fand ich es schon, dass der Kater so wild auf Rosinen war. Irgendetwas Verlockendes müssen sie wohl für Katzen an sich haben – diese kleinen getrockneten Früchte. Einige Jahre später wurde ich mit dem Rosinenproblem und Katzen nämlich noch einmal konfrontiert. Unser Kater Pooky stand scheinbar ebenso wie Schnups auf Rosinen. Der hat sie sogar zu meinem Ärger einmal aus einem frisch gebackenen Hefetopfkuchen gepolkt. Die Kuchengeschichte mit und um Pooky ist übrigens auch in meinem Buch (Seite 174 ff.) im Kapitel „Rosinen im Kater“ zu finden.

Über dieses Blog

„Pfote aufs Herz“ ist nicht der Film zum Buch, sondern, als kleiner bescheidener Ableger meines Blogs „Durch Bücherstaub geblinzelt“, das Blog zum Buch. Da mein Blog „Durch Bücherstaub …“ seit einigen Jahren nur noch als privates Blog existiert, ich das aber nicht wieder ändern möchte, habe ich beschlossen, mit „Pfote aufs Herz“ ein neues öffentliches Blog zu starten. Anlass dafür ist mein Buch

 „Pfote aufs Herz: ohne Katze geht hier nichts“.

Anfang März ’22 ist es als Taschenbuch erschienen, und seit dem 1. April – das ist kein Aprilscherz  – gibt es „Pfote aufs Herz“ auch als E-Book sowohl in der Kindle-Version als auch als e-Pub.

Wer also an unseren Katzen-Menschen-Erlebnissen gern teilhaben möchte, kann es hier bestellen oder gern auch bei seinem Lieblingsbuchhändler. Das Taschenbuch ist für 9,99 Euro zu haben, das E-Book für 3,99 Euro.

In loser Folge wird es hier immer mal wieder einige Hintergrundinformationen zum Buch geben. Und vielleicht gibt es sogar irgendwann einen nächsten Band zu „Pfote aufs Herz“.

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